Tag 1 – Anreise
Es ist mal wieder soweit, das Reisefieber hat uns gepackt und haben wir haben uns auf den Weg in ein schönes aber sehr fernes Land. Das Ziel unserer Reise ist diesmal Thailand. Und fern ist es im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir werden über 15 Stunden unterwegs sein und 3 mal umsteigen. Ein bisschen graut es mir vor dem langen Flug, auch ein Grund, warum wir es bis jetzt maximal bis Gran Canaria geschafft haben. Aber die Welt ist so groß und es gibt so viel zu sehen, da muss man halt auch mal eine längere Anreise in Kauf nehmen.
Wie sind wir überhaupt auf Thailand gekommen? Eigentlich wollten wir ja nach Indien oder China fliegen, aber ein Kollege hat so von Thailand geschwärmt, das wir uns mit dem Land und den Sehenswürdigkeiten näher beschäftigt haben und kurzerhand umdisponiert haben. Thailand ist, im Gegensatz zu unserem letzten Urlaubsort Madeira ein Badeparadies, aber da wir beide nicht so die Baderatten sind, haben wir uns lieber für eine Rundreise durch Thailand entschieden, um all die Sehenswürdigkeiten, die Thailand auch bieten soll, mit den eigenen Augen zu sehen. Über unsere Erlebnisse und Eindrücke dieser Rundreise möchte ich Euch gerne in diesem Blogartikel berichten und wenn ihr neugierig geworden seid, dann lest doch weiter…
Einige Kapitel sind in der Vergangenheitsform, einige in der Jetzt-Form geschrieben, je nachdem, wann ich das gerade erlebte aufgeschrieben habe.
Und damit es nicht ganz so langweilig wird, habe ich die schönsten Bilder in diesen Beitrag eingebettet, weitere Bilder in höherer Auflösung gibt es dann in meine Google Picasa Bildbibliothek.
Tag 2
Der zweite Tag hat, zumindest in Thailand, schon lange angefangen. Es ist jetzt morgens um 10:00 Uhr Ortszeit und wir sind nach fast 12 Stunden Flugzeit und einer Zwischenlandung in Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman. Der Aufenthalt dort war so kurz, das wir uns, obwohl der Flieger keine Verspätung hatte, wirklich beeilen mussten, um den Anschlussflug nach Bangkok zu kriegen. Beide Flüge gingen mit Flugzeugen der Oman Air und der Service an Board war wirklich erstklassig. Der Flughafen von Bangkok, ist wirklich beeindruckend, sehr modern und vor allem sehr groß. Wenn ihr denkt, das München oder Frankfurt einen großen Flughafen haben, dann wart ihr noch nicht in Bangkok gewesen, kam mir jedenfalls riesig vor. Der Flughafen selbst wurde übrigens erst im Oktober 2006 eröffnet.Am Ausgang des Flughafens, wartete unser Tourguide Faisal auf uns, der uns
die Reise begleiten wird. Ein lustiger Kerl, dessen Deutsch aber nicht wirklich als gut bezeichnet werden kann.
Nach kurzer Wartezeit ging es dann auch schon mit dem Bus in unser erstes Hotel. Das Hotel Tai-Pan,
ist ein 3 Sterne Hotel und nichts, wo ich dauerhaft meinen Urlaub verbringen möchte, aber für zwei Nächte wird es schon gehen. Bevor wir jedoch im Hotel angekommen sind, durften wir schon mal einen ersten Eindruck vom Straßenverkehr in Bangkok gewinnen. Wo für mich bis jetzt Rom die Stadt der Mofas war, muss ich mich jetzt revidieren. Was da in Bangkok von diesen kleinen Flitzern rumfährt, das grenzt schon an eine Mofainasion. Und wie die da zwischen den Autos rumkurven, das ist manchmal wirklich beängstigend. Laut nicht mehr ganz aktuellen Statistiken sind in Bangkok 2,4 Mio. Mofas zugelassen.

Im Hotel angekommen, habe wir uns gleich mal frisch gemacht, was nach dem 18 stündigem Anreisemarathon auch dringend notwendig war. Danach haben wir uns kurz hingelegt und hätten auch fast den ersten Ausflug
verpasst, der am Nachmittag auf uns wartete. Der Weg führte uns durch einen endlos wirkenden Stau zum Baiyoke Sky Hotel, das mit einer Höhe von 328 das höchste Gebäude von Thailand und laut der dort ausgehängten Liste, die Nummer 42 der höchsten Gebäude der Welt. Das kann sich aber inzwischen wieder geändert haben. Zuerst ging es in den 77. Stock, wo wir schon mal einen phantastischen aber leicht versmogten Blick auf die Skyline von Bangkok geniesen konnten. Es war ein wirklich beindruckender Anblick, so stelle ich mir eine wirkliche Großstadt vor, kein Wunder, hier leben über 8 Millionen Menschen.Nachdem wir uns dann im Restaurant in der 80igsten Etage vom wirklich guten thailändischen Essen überzeugen konnten, ging es noch ein wenig höher, auf die offene Aussichtsplattform im 88. Stock. Dass die Plattform sich drehte, war zwar gut, um einen guten Rundumblick zu bekommen, aber für gute Nachtaufnahmen mit langer Auslösezeit nicht wirklich gut geeignet.

Nachdem wir wieder auf dem Boden angekommen sind, ging es mit dem Bus weiter, vorbei an in der Nacht wirklich beindruckenden Tempeln und Denkmälern, von denen wir auf kurzen Stopps auch das eine oder andere
Foto machen konnten, bis zu unserem letzten Etappenziel, dem großen Blumenmarkt, auf dem um 21:00 Abends, mehr los war, als auf dem Münchner Viktualienmarkt zur besten Geschäftszeit.
Nachdem wir durch ein wahres Meer an Blumen gewandert sind, machten wir uns endlich auf den Rückweg ins Hotel. Dabei sind mir das erste mal die hell beleuchteten Massagestudios auf, vor denen viele auffallend
hübsche und auch leicht bekleidete junge Damen saßen. Aber irgendwie war ich dann wohl doch zu müde, um mir eine Entspannungsmassage zu genehmigen.
Am nächsten Tag soll es ja auch wieder zeitig los gehen…
Tag 3
Am dritten Tag unsere Urlaubreise mussten wir schon um 6:30 aufstehen, damit wir nach einem etwas ungewohnten, aber guten Frühstück um 8:00 mit dem Bus Richtung Innenstadt aufbrechen konnten. Wobei 8:00
eigentlich schon mindestens eine Stunde zu spät war, denn die Straßen war schon total dicht und auch die vielen Mofas waren schon wieder unterwegs. Aber all das hat die Reiseleitung eingeplant und so erreichten wir pünktlich den ersten Tempel, der uns schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Tagen noch erwarten sollte. Weiter ging es zum alten Königspalast, den der aktuelle König Rama IX, oder auch Bhumibol Adulyadej genannt, nicht mehr bewohnt, weil ihm wohl der Unterhalt zu teurer geworden ist und der deshalb für den allgemeinen Besucherverkehr frei gegeben wurde.

In der Palastanlage konnten wir auch den wichtigsten Buddha Thailands, den kleinen grünen Jade Buddha und den mit 46m größten Buddha, den liegenden goldenen Buddha bewundern.
Zum Abschluss der Führung konnten wir noch den Thronsaal besichtigen, in dem man auch die Wichtigkeit des Buddhas für den Glauben in Thailand sehen konnte, denn dessen Thron stand über dem des Königs. Apropos König, der aktuelle König Bhumibol Adulyadej ist schon seit fast 65 Jahren im Amt und wird von seiner Bevölkerung geliebt verehrt wie ein heiliger. Es gab in diesen 65 Jahren mehrere Putsche, bei denen die jeweils aktuelle Regierung gestürzt wurde, der König hat sie alle überdauert.
Nach der Mittagspause konnten wir auch mal das aktuelle Bangkok kennenlernen denn unsere Guide führte uns durch die engen Straßen von Chinatown. Es ist schwer zu beschreiben, was man dort zu sehen bekam.
Wer schon einmal auf einem Markt in Polen einkaufen war, der muss sich das ganze nur 10mal größer, enger und voller vorstellen. Es gab dort wirklich jeden Ramsch zu absoluten Spotpreisen zu kaufen. Der
absoluter Oberhammer waren aber die vielen Lebensmittel, die dort zwischen dem ganzen anderen Zeugs angeboten wurden und in einer Art und Weise gelagert wurden, das jeder deutschen Lebensmittelinspekteur
den ganzen Markt wohl sofort geschlossen hätte. Obwohl ich mir da nach den jüngsten Lebensmittelskandalen gar nicht mehr so sicher wäre.
Nach diesem über 60 Minuten dauernden Fußmarsch bei über 35 Grad Hitze konnten wir uns bei einer Flussfahrt ein wenig erholen und einen schönen Blick auf die glitzernden Luxushotelfassaden genießen, die
entlang des Menam Chao Praya gebaut wurden.

Als wir dann aber in einen der Nebenflussarme eingebogen sind, mussten wir uns aber auch das andere, das arme Gesicht von Bangkok anschauen. Die Menschen dort lebten in für uns unvorstellbaren Hütten, die auf ihren morschen Stelzen jeden Moment im Fluss zu versinken, drohten. Aber ich denke, auch das gehört zu einer Stadtrundfahrt dazu. Einen netten Ausklang fand unsere Stadtrundfahrt dann, als uns auf dem Boot ein netter Früchtecocktail angeboten wurde…
Tag 4
Am vierten Tag ging es noch eher los und wir fuhren mit dem Bus raus aus Bangkok auf unsere insgesamt 420 km lange Tagestour in Richtung Ayutthaya, der alten Königstadt, die im 17. Jahrhundert durch eine
Invasion der Burmesen fast vollständig zerstört wurde. Es gab aber trotzdem noch genügend zu sehen.

Wir wurden auch als Fotomodells von einer der zahlreichen thailändischen Schulreisegruppen gebucht, denn
die wollten unbedingt mit einem europäischen Touristenpaar fotografiert werden und wir taten ihnen gerne den Gefallen. Mittagessen gab es dann in einem abgelegenen netten Restaurant, das an einem kleinen Teich gelegen mit guter thailändischer Kost aufwarten konnte.
Nach dem Mittag ging es dann weiter Richtung Sukothai, der ersten Hauptstadt des Königreichs Siam, dem alten Namen des Landes, das erst 1948 in Thailand umbenannt wurde. Halt machten wir in einem Hotel, das direkt an der Schnellstraße gelegen, für maximal 2 Sterne in Frage kam. Aber für eine Übernachtung ist das gerade so Ok. Insgesamt war der Tag ein wenig arm an Höhepunkten, aber das Programm der nächsten Tag schien deutlich vielversprechender zu sein.
Tag 5
Nach einer relativ ruhigen Nacht wurden wir von einheimischer Musik, die irgendwo in der Ferne relativ laut dudelte, um 5:45 geweckt.Auf uns wartete heute ein Besuch im alten Park von Sukothai.
Sukothai war vor langer Zeit für 120 Jahre die Hauptstadt von Siam. Während dieser Zeit wurde unter der Regentschaft von König Ram Kamhaengs die bis heutige gültige Thaischrift entwickelt, die allerdings so kompliziert ist, das sogar Einheimische ihre Probleme damit haben. Im Vergleich dazu ist die Sprache relativ einfach, wie wir bei einem kleinen Sprachkurs während der Busfahrt feststellen konnten. Es gibt z.B. keine Fälle, kompliziert ist nur, das einige Wörter je nach Aussprache etwas ganz anderes bedeuten. So wird aus “schön” ganz schnell “schei..e”.
Wir erreichten gegen 16:30 relativ zeitig das Hotel, das diesmal ein relativ neuer Bungalowkomplex, außerhalb von Chang Mai, war. Das Zimmer war kein Vergleich mit der gestrigen Absteige, mindestens 1 Stern besser. Da bis zum gemeinsamen Barbequeue Essen um 19:00 noch etwas Zeit war, hatte ich die Wahl zwischen Baden in heißen Quellen, relaxen am Hotelpool oder endlich mal eine Runde joggen zu gehen. Da die Temperaturen hier draußen um die Zeit schon relativ angenehm waren, entschied ich mich für letzteres. Das tat richtig gut, nach 4 Tagen endlich mal wieder ein paar km laufen zu gehen. Auch wenn ich mich dabei wohl wie noch nie auf jede mögliche Bewegung am Wegesrand konzentriert habe, es soll ja hier in Thailand nicht wenige Schlangen geben. Aber zum Glück sind mir keine über den Weg gekrochen oder vom Baum auf mich gefallen.
Unsere gemeinsames Barbequeue Essen erwies sich als netter Abend mit unserer Reisegruppe. Durch den Stromausfall und das als Notbehelf dienende Kerzenlicht war das ganze dann noch ein wenig kuscheliger.
Als Höhepunkt des Abends hat unser Tourguide dann noch Kerzenlampions organisiert, die wir dann alle zusammen in die Luft steigen lassen haben. In Deutschland ist so etwas glaube ich verboten, aber schön war
es trotzdem. Hat irgend jemand etwas von Waldbränden oder gar Flugzeugabstürzen in Thailand am 13. Februar gehört, ich hoffe mal nicht
Tag 6
Der Tag begann für mich mit… Joggen, ich musste die Gelegenheit einfach nutzen, wer weiß wann ich wieder dazu kommen würde. Um 7:00 morgens war auch wirklich das ideale Wetter dafür. Und wieder ist mir keine Schlange über den Weg gekrochen, wohl aber wurde ich von einigen der freilaufenden Hunde verfolgt, die aber wohl nur ihren Jagd- und Spieltrieb ausleben wollten, wann kommt da schon mal ein Jogger vorbei. Als ich dann aber stehen geblieben bin und mich zu ihnen umgedreht habe, hat sie wohl der Mut verlassen und sie haben reiß aus genommen.
Unser Tagesausflug selbst begann mit einem Besuch in den Kunsthandwerkstätten rings um Chiang Mai, der Stadt, die das Ziel unseres Tages war. Zuerst waren wir in einer Seidenmalerei, in der z.B. Sonnenschirme hergestellt und auch bemalt wurden. Die Touristen konnten sich alles mögliche, angefangen von T-Shirt, Hose oder der Tasche für wirklich günstige 50-100 Baht (41 Baht = €1) mit wunderschönen Motiven bemalen lassen. Weiter ging es zu Thailands größter Edelstein und Edelmetallhandlung. Ob das ein Zufall war, dass wir ausgerechnet zum Valentinstag dort vorbei kutschiert werden? Na immerhin gab es 10% Rabatt an diesem Tag. Zum Abschluss dieser Einkaufsshow, die man wohl bei jeder Rundfahrt über sich ergehen lassen muss, ging es noch zu einer großen Keramikmanufaktur, wo man alles mögliche kaufen konnte, und meistens 1 Stück umsonst bekam, wenn man 4 mal das gleiche gekauft hat. Aber wer braucht schon 5 Elefanten zu Hause?
Nach einem wieder mal sehr guten Mittagessen, besuchten wir noch 2 Tempel, wobei einer der beiden in den nächsten Tagen mit dem Besuch der 3. Prinzessin beehrt wird und der schon ganz festlich für dieses
Ereignis geschmückt wurde. Als kleinen Höhepunkt des Besuch konnten wir dann noch den Auftritt von zwei thailändischen Tänzerin inmitten von lauter buddhistischen Novizen bewundern. Das war nur ein kleiner
Vorgeschmack auf den folkloristischen Abend, an dem wir heute Abend mit unserer Reisegruppe teilnehmen würden.
Nachdem wir uns mit einem reichhaltigen und leckeren thailändischen Abendessen gestärkt hatten, konnten wir dann den Auftritt von besonders hübschen Studentinnen der hiesigen Universität bewundern, die uns die traditionellen Tänze des Landes darboten.

Zum Abschluss wurde uns dann noch ein kleines Feuerwerk am Flussufer in der Nähe des Restaurant geboten.
Den Rückweg in das Hotel legten wir in einer langen Tuk Tuk Kolonne, durch die nächtlichen Straßen von Chiang Mai, begleitet von einer Polizeieskorte, die für freie Fahrt sorgte.
Tag 7
Der siebente Reisetag war ein wirklich sehr abwechslungsreicher Tag. Am Morgen ging es zeitig los in ein Elefantencamp in dem wir die großen Dickhäuter mal in Natura erleben konnten. Wir konnten sie beim Morgenbad beobachten, sahen uns eine Liveshow der Elefanten an, in der wir uns von der Gelehrigkeit der Tiere überzeugen konnten. Vom Fuß- und Basketballspiel, aber auch einem richtigen Arbeitseinsatz mit dicken Baumstämmen, bis zu einem künstlerischen Auftritt als Maler, in der uns zwei Elefanten "wunderschöne" Elefantengemälde auf die Leinwand zauberten, wurde ein und richtig schöner Auftritt geboten.
Danach konnten wir selbst einen Elefantenritt über Stock und Stein und ziemlich steile Ab- und Anstiege durch den Thailändischen Dschungel unternehmen.

Auf halber Strecke sind wir dann auf den etwas bequemeren Ochsenkarren umgestiegen. Zum Abschluss des ereignisreichen Vormittages unternahmen wir noch eine gemütliche Floßfahrt auf dem seichten Fluss rings um das Elefantencamp.
Nachdem wir uns mit wieder einmal leckerer thailändischer Küche gestärkt hatten, ging es weiter zu einer Orchideenfarm, in der meine Frau voll auf ihre Kosten kam, den es gab dort wirklich alle möglichen Sorten zu bestaunen.

Der Abschluss der heutigen Ausfahrt führte uns zum mit 1060 m über dem Meeresspiegel am höchsten gelegenen Tempel von Thailand, der auch einer der prächtigsten war, die wir bis jetzt kennen lernen durften.
Wenn ich bis jetzt immer der Meinung war, das die katholische Kirche verschwenderisch mit ihren Spenden in Bezug auf den Bau ihrer Kirchen in der Vergangenheit umgegangen ist, so muss ich sagen, das auch der
Buddhismus dem in nichts nachsteht.

Bevor wir dann den Tag mit einem Bummel über den Nightbasar von Chiang Mai ausklingen ließen, konnte ich mich noch 1 Stunde in dem gut klimatisierten Fitnessstudio des Holiday Inn Hotels austoben, während
sich meine Frau eine wohltuende Massage im benachbarten Thaisalon genehmigte.
Tag 8
Der achte Tag führte uns wieder auf den Rückweg in Richtung unseres Zielortes Pattaya. Aber vorher sollten wir noch eine Übernachtung im insgesamt 5ten und vorletzten Hotel und den Besuch von 2 Tempeln "überstehen". Ich muss sagen, das der Besuch der vielen Tempel gleichen Glaubens doch auf die Dauer ein wenig eintönig ist. Unser Reiseleiter betonte immer wieder, wie offen in Thailand mit anderen Glaubensrichtungen umgegangen wir und es auch jede Menge christliche Kirchen oder islamische Moscheen gibt. Davon hätten wir auch gerne
welche gesehen, aber die standen leider nicht auf dem Plan.
Den Beginn der Tagestour machte jedoch ein Besuch in einer Silbermanufaktur, der eigentlich wieder eine getarnte Verkaufsshow war. Aber deshalb muss man ja nicht jedes Mal etwas kaufen. Weiter ging es mal wieder zu einem Tempel, der eigentlich aussah, wie alle anderen auch. Der einzige lustige Höhepunkt war hier die kleine Kindergartengruppe, die ebenfalls einen Tagesausflug gemacht haben und sich zusammen mit unserem langen 2,05 m Mann Reinhardt fotografieren ließen. Das ergab dann natürlich ein lustiges Bild.

Nach einer relativ langen Weiterreise wartete dann noch einmal ein Tempel auf uns. An diesem Tempel war gerade Gebetsstunde, die auch wirklich 60 Minuten andauerte. Die Gebete wurden dabei allerdings von
2 buddhistischen Mönchen in einer Art Sprechgesang vorgetragen, was das ganze aber auch nicht gerade erträglicher gemacht hat. Worum es bei der Predikt ging, haben wir natürlich nicht verstanden.
Nach dem Besuch des Tempels ging es weiter auf den verstopften Straßen nach Pitsanulok zu unserem Hotel. Das Hotel war echt nicht so der Hit, aber wie sagte man so schön bei solchen Rundreisen: "Für eine Nacht geht das schon…"
Tag 9
Der 9. und letzte Tag unserer Rundreise führte uns von Pitsanulok über Lopburi nach Pattaya, wo wir dann auch das letzte Hotel bezogen, das diesmal von sehr guter Qualität war. Auf dem Weg dahin machten wir
noch zwei Stopps am Affentempel und konnten den angeblich echten Fußabdruck Buddhas bewundern.
Der Besuch am Affentempel war wirklich ein besonderes Erlebnis, denn so viele Affen in mitten von Menschen habe ich noch nie gesehen. Und so nahe bin ich den kleinen Tieren auch noch nie gekommen.

Besonders lustig fanden wir die lustigen Aktionen, die die kleinen Äffchen an ihrem eigenen Pool abgezogen haben. Das musste ich gleich mal als Video aufzeichnen.
Da die Affen auch den Stadtteil in der Nähe des Affentempels als ihr Revier betrachten, hatte man bei der Durchfahrt durch die Straßen, das hier eine regelrechte Affeninvasion stattgefunden hat.

Um den Abdruck Buddhas wirklich als ein Abdruck eines Fußes zu erahnen braucht man doch Recht viel Fantasie. Zum einen war die Grube, in der sich der Fußabdruck befinden soll, mit Geldscheinen, von den vielen spendenfreudigen Gläubigen, bedeckt war und für einen Fußabdruck eines normalen Menschen, denn das war Buddha laut Wikipedia ja, viel zu groß war.

Tag 10, 11 und Abreise
Ich sitze im Moment im Flugzeug und tippe den letzten Teil des Reiseberichts, bevor ich ihn dann zu Hause noch einmal überarbeiten und in mein Weblog stellen werde. Im Moment ist es hier im Flugzeug etwas unruhig, wir sind wohl in leichten Turbulenzen, wie man so schön sagt.
Die letzten 2 Tage in Pattaya haben wir am und vor allem im Pool verbracht, denn anders kann man die Hitze von weit über 30 Grad kaum aushalten. Wenn man bedenkt, das gerade Winter ist und die richtig warmen Monate im April und Mai noch bevorstehen, dann ist das schon heftig.
Da ich ohne mein Sport nicht auskomme, habe ich mich am Freitag und auch noch am Samstag entschieden, morgens an der Strandpromenade laufen zu gehen. In der Hoffnung, dass es früh morgens etwas angenehmer ist, bin ich vor 7:00 Uhr los. Aber leider war es auch um diese Zeit schon, als ob man sich in der Sauna auf ein Laufband stellt. Und auch die Luft war nicht wirklich besser, denn die ersten Garküchen waren schon wieder in Betrieb und verbreiteten ihren, zumindest am Morgen sehr unangenehmen Geruch. Ach ja, und auch die Bordsteinschwalben, waren schon wieder, oder immer noch, unterwegs. Das waren wahrscheinlich die, die in der Nacht keinen mehr abgekriegt haben. Wenigstens haben sie mich beim Laufen in Ruhe gelassen.
Da wir am Vorabend in einer anderen Ecke der Stadt waren und ich also das erste mal an der Strandpromenade war, bin ich auf dem Rückweg auch prompt an der falschen Ecke abgebogen und habe mich natürlich in der
mir noch unbekannten Stadt verlaufen. Und so bin ich ein wenig durch die Straßen geirrt, bevor ich zu guter Letzt nach 1:30 h doch noch vollkommen dehydriert zurück ins Hotel gefunden habe. Am nächsten Tag
wollte ich mir auf jeden Fall eine Flasche Wasser mitnehmen.
Am Abend sind wir dann noch einmal mit einem Pärchen, das wir auf der Rundfahrt zurück zum Strand um uns in das Nachtleben von Pattaya zu stürzen. Was sich mir auf jeden Fall in bleibender Erinnerung einprägen wird, sind die vielen Freudenmädchen, die entlang der Strandpromenade auf ihre Freier warten. Während das ganze in den vielen Massagesalons noch als “Massage mit erotischem Zusatzprogramm” getarnt ist, bieten sich die Damen am Strand ganz offensichtlich an. Nur gut, das wir unsere Frauen dabei hatten und so nicht behelligt wurden. Aber wehe, die beiden sind mal an irgendeinem Shop stehen geblieben, sofort wurde man von dem anderen Damen umringt. Ich hatte ja einiges von Thailand in dieser Richtung erwartet, aber ganz so krass dann doch nicht.
Die Abreise aus Bangkok verlief relativ ruhig. Von Pattaya ging es die ca.100 km zum Flughafen und von dort dann wieder über Maskat in diesmal 14 Stunden Flugzeit (wohl wegen des Gegenwindes) nach Frankfurt, von wo es dann wieder per ICE in 3,5 Stunden Richtung München ging, wo wir dann Sonntag Mittag gut angekommen sind. Das einzig unangenehme beim ersten Flug war die viel zu niedrig eingestellte Klimaanlage, wodurch man sich wie in einer Gefriertruhe vorkam. Da halfen auch die dünnen Decke nichts, die auf jedem Sitzplatz lagen.
Fazit
Zum Abschluss einer solchen Reise stellt man sich natürlich die Frage, ob der Urlaub das gehalten hat, was man sich davon versprochen hat und ob man vielleicht mal wieder zurück kommen wolle. Im Vorfeld der Reise
hatten mir viele Kollegen und Freunde von Thailand vorgeschwärmt und das sie gerne wieder hin fahren würden.
Ich kann diese Meinung leider nicht ganz teilen, und diese Meinung hatten auch einige unserer Mitreisenden. Die Reise war auf jeden Fall sehr interessant und hat auch alles geboten, was im Reiseprospekt
beschrieben wurde. Aber insgesamt waren es mir dann doch ein paar zu viele buddhistische Tempel und Verkaufsshows. Es gibt in Thailand auch andere Glaubensrichtungen und auch da gibt es sicher interessante
Bauwerke zu bewundern. Auch kam die Natur ein wenig zu kurz, mal von dem einen Ausflug ins Elefantencamp abgesehen.
Unser Reiseleiter war zwar ein lustiger Kerl, mit dem es nie langweilig wurde und der immer alles sehr gut organisiert hat. Aber manchmal vermissten wir schon etwas Fachkenntnis. Sein nicht immer so gutes Deutsch führte manchmal dazu, das man bei seinen Ausführungen manchmal etwas den Faden verlor.
Der letzte freie Tag machte nicht wirklich Lust auf eine Verlängerung als Badeurlaub, jedenfalls nicht in Pattaya, denn der Strand lud wahrlich nicht zum Baden ein. Und um den ganzen Tag am Pool zu liegen, muss man keine so weite Anreise in Kauf nehmen. Und sich einfach nur die Stadt anzuschauen, ist aufgrund der heißen Temperaturen, höchstens am Abend eine gute Idee. Aber es soll wohl noch bessere Strände in Thailand geben.
Wir werden vielleicht irgendwann mal wieder nach Thailand oder zumindest in diese Region reisen, aber sicher nicht in den nächsten 10 Jahren. Da gibt es noch so viele interessante Flecken auf der Welt, die wir uns noch anschauen wollen.
Ich hoffe, Euch hat der Reisebericht und auch die eingebetteten Bilder gefallen. Ihr könnt gerne einen Kommentar zum Beitrag erstellen. Weitere Bilder könnt Ihr Euch in meine Picasa Bildbibliothek hier anschauen.